Wenn nichts auf dich wartet außer der Tod

Als wir letzten Monat vor Ort waren, fanden wir bereits auffällig viele Welpen. An jeder Straßenecke, an den Stränden, in den Dörfern und auch im Hinterland, überall waren Mütter mit ihren Welpen oder ausgesetzte Welpen. Viele von ihnen waren da bereits krank und wir hatten einige trotz schneller Hilfe in der Klinik verloren.

Es sind die Krankheiten Staupe, Parvo und das Canine Corona-Virus, die sich unter den Welpen breit machen. Es ist mittlerweile so schlimm, dass kaum noch ein Welpen von der Straße nicht von mindestens einer dieser tödlichen Krankheiten befallen ist. Es ist als würden die Viren nur darauf warten, dass irgendwo wieder neues Leben geboren wird.

Die meisten von ihnen schaffen es nicht, erst recht nicht, wenn sie auf der Straße leben, nur minderwertiges oder verdorbenes Essen finden und auch ihre Mütter bereits völlig unterversorgt sind. Besonders in der letzten Tagen, seit der aktuellen Hitzewelle in der Türkei, erhalten wir von Freunden vor Ort immer wieder Bilder von kranken und toten Welpen, die zwischen ihren noch lebenden Geschwistern liegen. Sind sie erst einmal erkrankt haben sie kaum eine Chance und stecken sich gegenseitig an... Auf die Welt gekommen, um grausam zu sterben.

Sollen wir da einfach wegsehen? Ja, man könnte sagen das ist der lauf der Dinge, die Natur reguliert sich selbst und auch so bleiben die Populationen klein. Doch wer einmal gesehen hat, wie grausam und elend ein Welpe an diesen Krankheiten stirbt, dem wird das sicher schwer fallen sowas zu sagen.

Sie wurden in diese Welt geboren und haben somit auch eine Chance verdient zu leben. Auch wenn es "nur" Straßenhunde sind haben sie so einen Tod nicht verdient.

Also haben wir eine Aktion gestartet "Impfungen für die Straßenwelpen". Wir hatten das Glück über einen Tierarzt günstig an Welpen-Impfungen zu kommen, da er eine bald ablaufende Charge hatte. Unsere Leute und Tierärzte sind in den letzten Wochen immer wieder draußen unterwegs, um zumindest die Welpen, die sich an und in der Nähe unserer Futterstellen befinden zu impfen. So haben sie wenigstens eine kleine Chance noch ein Leben vor sich zu haben. Viele von ihnen versorgen wir bei unseren täglichen Fütterungen, sie haben Namen und wir werden sie in ihrem Auswachsen begleiten und zur richtigen Zeit dann auch kastrieren lassen, so dass sie nicht noch weiteres Elend zur Welt bringen werden.

 

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