AKTUELLES

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt...

Wer kennt das nicht, der Traumberuf Tierpfleger, den vor allem wir Mädels als Kind oft im Kopf hatten.

Doch leider ist es nicht nur Pflegen, Füttern, Streicheln, Spazieren gehen und sich kümmern. Es ist harte Arbeit, die auch unsere Pfleger und Pflegerinnen auf unserer Station in der Türkei tagtäglich zu spüren bekommen.

Dabei müssen nicht nur die Tiere täglich gut versorgt werden, auch die Station muss in Schuss gehalten werden. Daher scheuen wir uns nicht ihnen immer wieder Sonderaufgaben zu geben, auch wenn sie dabei oft so richtig ins Schwitzen kommen. Abnehmprogramm bei Taro.

So mussten jetzt erst alle Wasserbehälter geschrubbt und teilweise erneuern werden. Dafür nehmen wir diese kleinen, blauen Tonnen und halbieren sie.

Dann wurden die Gehege und alle Dächer gestrichen mit Farbe die vor Rost schützt und die Sonne reflektiert.

Für mehr Schatten hatte Funda einige Sonnensegel mitgebracht, die sie jetzt aufgehängt haben.

Ach ja, Rasen mähen muss natürlich auch sein. Dank der Sense, die wir gespendet bekamen, haben die Männer sogar Spaß dabei.

Als Nächstes liegt da noch so ein Berg Kies (2 LKW- Ladungen, die noch per Hand und Schubkarre im alle 60 Gehegen verteilt werden müssen. Bei heute angenehmen 25 Grad sollte das ja kein Problem sein.

Auch solche Instandhaltungen müssen wir leider über Spenden finanzieren. Natürlich immer erst an zweiter, dritter oder zehnter Stelle, und nicht solange es wichtigeres gibt und die Spenden direkt für die Tiere gebraucht werden. Aber wichtig ist es dennoch, denn schließlich sollen die Dächer nicht undicht werden und die Gehege nicht auseinander bröckeln.


Das harte Los der Straßenhunde

Sie sind frei, unabhängig, können tun und lassen was sie möchten, leben im Rudel und können voll und ganz Hund sein, ohne Einschränkungen. Klingt eigentlich ganz gut oder nicht?

Doch leider ist es nicht immer so schön und einfach. Die Tiere draußen müssen tagtäglich nach Futter suchen, keiner stellt ihnen eine Schüssel hin, sie werden verscheucht, es wird nach ihnen getreten und sogar mit Steinen geworfen. Manche haben das Glück, dass sie von tierlieben Menschen gefüttert und versorgt werden. Aber wenn sie krank werden, stehen sie meist alleine da, keine Hilfe, keine medizinische Versorgung. Und leider sind viele Krankheiten, die sich unter den Straßenhunden verbreiten gefährlich und ohne Behandlung auch tödlich.

Auch diesen kleinen Rüden hat es leider nicht so gut getroffen. Er lebt schon länger in der Nähe eines Supermarktes und es ging ihm dort sehr gut. Er wurde gefüttert, hatte Unterschlupf und selten Sorgen und Not. Doch dann wurde er krank...

Er baute immer mehr ab und es ging ihm sicher immer schlechter. Dann kam der Shutdown und plötzlich blieb auch noch das Futter aus. Der Supermarkt war geschlossen, keine Menschen auf den Straßen, kein Essen, alles war anders. So ging es in den letzten Wochen leider allen Straßenhunden in der Türkei aber für ihn war es besonders schlimm. Eh schon gebeutelt von Krankheiten, gab ihm das den Rest und er baute vollends ab.

Mit viel Glück konnte eine Freundin den scheuen Bub einfangen und zu uns in die Klinik bringen. Er war voller Zecken und Flöhe, nur noch Haut und Knochen, hat Ehrlichiose und ist Leishmaniose positiv. Das volle Paket. Er wird jetzt lange behandelt werden müssen. Sein Immunsystem ist völlig platt und wir hoffen es aufbauen zu können, damit sein Körper wieder zu Kräften kommt.


Schwerer Fall von Misshandlung

Mein Telefon klingelte, ein Anruf von Funda aus der Türkei, ich freute mich und hoffte sie gut gelaunt und glücklich am Höhrer zu haben. Doch Funda schluchzte und weinte, bekam kaum ein Wort heraus. Dann erzählte sie mir von dem Hund im Horror-Haus, den sie mittags retteten..

In einem verlassenen, ausgebrannten Haus außerhalb der Stadt wohnt seit Jahren ein Hund. Er wurde dort zurückgelassen als seine Besitzer wegzogen und wird seit dem von einer Freundin versorgt. Sie erzählte Funda von dem alten Rüden und dass es ihm seit kurzem nicht mehr so gut geht, er abgenommen hat, fast nur noch liegt und krank wirkt. Funda wollte ihn sehen und fuhr mit der Freundin und unserer Tierarzthhelferin dort hin.

Funda erzählte mir wie schrecklich es war diesen Hund dort liegen zu sehen, mitten in Schutt, zwischen leeren, zerbrochenen Flaschen und Müll, in einem Zimmer Instrumente mit denen offensichtlich Drogen konsumiert wurden. Funda überkam gleich ein mulmiges Gefühl, das sich leider bestätigte. In dem Moment brachen bei allen dreien die Tränen aus. Der Bub wurde missbraucht, vielleicht sogar unter Drogen gesetzt, sein Popo wund und angeschwollen, sein Bauch war ganz dick und er konnte nur schwer aufstehen. Funda war geschockt, sie hatte mit viel gerechnet aber nicht mit so etwas. Wieviele? Wie oft? Wie lange schon? Ein armer unschuldiger Hund, alt und kaum noch Zähne im Mund um sich zu wehren. Einfach nur grausam und kaum zu ertragen.

Sie brachten ihn sofort in die Klinik, um zu schauen ob er schwere Verletzungen hat und deshalb sein Bauch so angeschwollen ist. Zum Glück wurde nichts gefunden, keine inneren Blutungen, keine Brüche im Becken und auch keine Gegenstände in seinem Darm. Trotzdem konnte er offensichtlich schon seit Tagen keinen Kot und Urin absetzen und musste künstlich entleert werden. Zum Laufen ist er vermutlich einfach zu schwach und wird sicher auch Schmerzen haben. Zudem ist er Ehrlichiose-positiv, was der Grund für seine starke Gewichtsabnahme und die eitrigen Augen sein wird. Aber das ist behandelbar und sollte in ein paar Wochen kein Thema mehr sein.

Funda brachte ihn gestern direkt zu uns auf die Station, da er dort mehr Ruhe und vor allem Geborgenheit bekommt als in der Klinik. Es geht ihm soweit gut, er macht sein Geschäft wieder und schläft sehr viel. Er ist so ein lieber, sanfter Bub sagte Funda, eine Seele von Hund, die man so geschändet hat. Wir hoffen er kann es irgendwann vergessen und neue Kraft und Lebensfreude verspüren. Aber das wird dauern... bei uns bekommt er jetzt alle Zeit der Welt dafür..


Parasitenbehandlung Deluxe

Wie ihr wisst, versorgen wir neben den Hunden auf der Station auch zahlreiche Straßenhunde. Dabei fahren wir nicht nur durch die Gegend und füttern irgendwelche Hunde die wir zufällig sehen, sondern wir haben feste Futterstellen. Meist sind dort feste Rudelgruppen und wir kennen und genauso lieben wie die Hunde auf unserer Station. Sie haben alle Namen und teilweise auch Paten.

Dieses Jahr haben wir nochmal eine ganz besondere Aktion gestartet, denn wir wollen auch dass unsere Girls und Boys draußen frei von Ungeziefer sind. Bereits seit Anfang April hatten sie alle auffällig viele Zecken und auch Flöhe, mehr als sonst.

Die Parasiten sind nicht nur lästig für die Hunde und Überträger von Krankheiten, auch bei den Anwohnern macht es was, wenn sie wissen, dass die Tiere Parasiten haben. Sie begegnen den Straßentieren mit viel mehr Toleranz und lassen sie sogar hin und wieder auf ihren Terrassen „wohnen“, wenn sie wüssten, dass sie gesund sind.

Daher waren wir mit einigen Helfern und Tierarzt unterwegs, haben auch draußen entfloht, entwurmt und geimpft bis die Nadel glühte. Zum Staunen der Anwohner, denn so viel Pflege und Aufmerksamkeit den Straßenhunden gegenüber sieht man dort selten.

Es ist eine gute Gelegenheit mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, aufzuklären was wir da tun und wer wir sind. Die meisten finden das klasse und freuen sich darüber, dass jemand da ist der was tut. Bei so viel Zuspruch haben wir natürlich auch einige Besitzerhunde mit behandelt und gleich noch eine neue Hündin zum Kastrieren mitgenommen.

So macht Tierschutzarbeit Spaß! Dank eurer Unterstützung ist das möglich!


Kompletter Shutdown in der Türkei - eine Katastrophe für die Straßentiere.

Seit dem 29.04. ist in der Türkei alles dicht. Alle nicht zum Überleben wichtige Geschäfte und Behörden (bis auf Bau-und Landwirtschaft) sind geschlossen. Ausgangssperren Tag und Nacht. Die Türkei ist momentan wieder als Hochinzidenzgebiet eingestuft, denn die Zahlen sind in den letzten 2 Wochen mit bis zu 70.000 Neuinfektionen pro Tag durch die Decke gegangen.

 

Bis zum Ende des Ramadans am 17.05. soll der Lockdown anhalten. Für die türkischen Bürger ist die Lage sehr dramatisch, denn besonders die Tage run um das Zuckerfest ist eigentlich die Zeit in der man verreist, sich ein paar Tage Ruhe gönnt, die Familien besucht und gemeinsam Zeit verbringt. Doch all das ist leider nur mit einer Sondergenehmigung möglich und für private Zwecke kaum zu bekommen.

Auch für die Tiere auf der Straße ist es wieder katastrophal. Keine offenen Restaurants, keine Menschen, die ihr Essen teilen, wenig Müll und kaum jemand der raus kann, um die Tiere zu versorgen. Nur wer nachweisen kann mit einem türkischen Tierschutzverein zu arbeiten, kann eine Sondergenehmigung beantragen, um die Tiere draußen füttern zu dürfen. Aber auch das wird stark eingeschränkt auf bestimmte Routen und Zeiten. Wir stehen in Kontakt mit eineigen Tierschützern vor Ort, die diese bekommen haben und gemeinsam versuchen wir mit ihnen die Straßentiere so gut wie möglich zu versorgen. Dementsprechend ist unser Futterbedarf gerade wieder sehr hoch. Aber wenn wir nicht helfen, haben die Tiere nicht genug zu essen! Wir müssen da wieder mit anpacken!

 

Denn auch die ausländischen Touristen bleiben zunächst aus, zwar gelten all diese Maßnahmen für Touristen nicht aber wer macht schon Urlaub, wenn dort alles geschlossen hat... Wir selbst hatten eigentlich vor nächste Woche hin zu fliegen, um 2 Hunde abzuholen, die die Chance auf ein neues Zuhause haben (Alva und Thor). Doch so wie es aussieht werden sie nicht ausreisen können, da auch die zuständigen Behörden für die Ausreisedokumente geschlossen sind.

 

Wir hoffen noch auf ein kleines Wunder für die beiden...

 

Wer uns bei dem Futter für die Straßenhunde unterstützen möchte, wie freuen uns über jeden Euro!

Verwendungszweck: "Futter Shutdown"


Der Welpe mit den krummen Beinchen - leider verstorben

Update: Leider ist der kleine Prinz von uns gegangen. Bei ihm ist die Parvovirose ausgebrochen und er hat den schweren Kampf verloren... R.I.P. kleiner Mann, wir sehen uns wieder auf der anderen Seite im Licht!

 

Wenn man uns fragt, warum wir so viel Zeit, Mühe und Energie in den Tierschutz stecken, dann würden wir ihm vermutlich einfach das Bild von diesem Welpen zeigen...

Wer bei dem Anblick dieses Gesichtes mit den hängenden Ohren und dem traurigen, hilflosen Blick nicht ergriffen ist und zumindest ansatzweise versteht worum es dabei geht, muss vermutlich erst einmal selbst gerettet werden.

 

Wir fanden den kleinen Mann die Tage an einer unserer Futterstellen. Wie er dort hin kam, wissen wir nicht. Er stakste dort mit seinen krummen Beinchen umher und winselte jeden Hund an, doch keiner beachtete ihn. Wir denken dass er dort ausgesetzt wurde und seine Mama oder irgendeine Art von Anschluss und Nähe suchte. Wir haben ihn natürlich mitgenommen und wollen schauen, ob man ihm noch helfen kann oder er dauerhaft mit dieser Behinderung leben muss. Die Ursache für diese Fehlstellungeen kann eine lang andauernde Mangelernährung oder auch genetisch bedingt sein. Da er noch jung ist und die Knochen- und Gelenkstrukturen noch nicht voll ausgebildet sind, kann man es mit etwas Glück noch wenig invasiv mit Bandagen richten.

Er bleibt jetzt erst einmal für einige Zeit in der Klinik, bis wir sehen, ob die Behandlung hilft. Er wurde auch bereits geimpft und entwurmt und wir hoffen dass wir bald Erfolge sehen werden. Er ist ein tapferes Kerlchen, wird das sicher gut wegstecken und ist unser neuer Sonnenschein in der Klinik, der jeden sofort um den Finger wickelt.


Kuki die scheue Hündin aus Cikrikci

Kuki ist eine Hündin, die an einer unserer Futterstellen auftauchte. Sie hatte damals Räude und wir konnten sie vor Ort behandeln. Aber trotz täglicher Fütterung nahm sie einfach nicht zu, im Gegenteil, sie baute immer weiter ab. Es dauerte einige Zeit bis wir sie einfangen konnten, da sie sehr scheu ist.

Normalerweise behandeln wir solche Hunde und lassen sie danach wieder in ihre Reviere zurück. Denn einen Hund, der in Freiheit aufgewachsen ist, Menschen meidet und Angst vor jeder Berührung hat in ein Gehege zu sperren, nur weil wir es für sicherer halten, geht gegen unsere Prinzipien. Tagtäglich leben solche Hunde in Angst, verstehen nicht warum sie sich nicht mehr frei bewegen können, wissen nicht was mit ihnen geschehen wird und verfallen jedes Mal in Panik wenn ein Mensch ihr Gehege betritt.

Doch Kuki kann leider nicht zurück, denn sie ist Leishmaniose positiv und braucht täglich ihre Medikamente.

Ich habe sie bei meinem Besuch im März kennengelernt und war optimistisch ihr Vertrauen gewinnen zu können, hat es doch schon bei so vielen Hunden geklappt...

Doch sie war anders. Man konnte bei ihr schon nicht mehr von Ängstlichkeit oder Unsicherheit sprechen, denn sobald ich in ihr Gehege ging rannte sie im Kreis, schrie vor Panik und schnappte nach mir, obwohl ich mich nicht mal bewegte. Sie machte mir mehr als deutlich, dass sie meine Nähe nicht nur noch haben möchte, sondern dass sie im Zweifel auch nach vorne gehen würde.

Ich bemerkte schnell, dass sie anders war wenn ich mich außerhalb des Geheges befand, also arbeitete ich von dort mit ihr.

Jetzt würde ich gerne sagen ich stell euch dazu ein Filmchen ein aber an sowas denken wir vor Ort meistens nicht, wenn wir im hier und jetzt und bei den Hunden sind.

Kuki durfte dann in ein größere Gehege wo sie die Möglichkeit hatten ihre gewünschte Distanz zu uns Menschen einzuhalten, erst mal die einzige Möglichkeit ihr den Stress ein wenig zu nehmen. Doch tatsächlich machte sie Fortschritte, sie hörte auf zu schreien, blieb auch mal sitzen und erlaubte mir mich zu nähern und auch mal neben ihr sitzen zu dürfen. Der schönste Moment war dann, als sie sich soweit entspannte, dass sie neben mir eingerollt döste und ich sie kurz streicheln konnte. Überschritt ich aber das „kurz“ verdeutlichte sie durch ein Brummeln dass es doch noch zu früh ist, also gingen wir wieder ein paar Schritte zurück. Aber es trotzdem ein guter Anfang.

Bei ihr wird es sicher lange dauern bis sie richtig Vertrauen zu uns fasst und dass sie ein hingebungsvoller Schmusehund wird, bezweifeln wir momentan stark. Wir werden sehen ob sie es trotzdem schafft sich bei uns wohl zu fühlen oder vielleicht irgendwann auch wieder zurück zu ihrem Rudel in ihre gewohnte Umgebung kann, wenn ihre Krankheit unter Kontrolle ist und sie nur noch bei Bedarf Medikamente braucht.


Ohne Umwege direkt ins Herz

 Als ich vor Ort war hatte ich euch ja von unseren Straßenhunden berichtet. Einer ging mir und wie sich herausstellte, noch vielen Anderen besonders ans Herz...

An einer bekannten Futterstelle fand ich ihn, ein großer, abgemagerter, von Räude geplagter Kangal mit abgrundtief traurigem Blick. Ich fütterte ihn und versprach ihm zunächst am nächsten Tag wiederzukommen. Bereits am zweiten Tag freute er sich so unglaublich über unser Wiedersehen, so dass er mir nicht mehr von der Seite wich. Er drängelte sich zwischen mich und die Autotür und schmiegte sich fest an mich. 

Eine Freundin von uns berichtete uns dann, dass sie ihn auch schon seit ein paar Tagen dort beobachtet und versorgt und er auch ihr besonders ans Herz geht. Er scheint dort frisch ausgesetzt zu sein und ist gefangen auf der Straße zwischen einem Rudel Hunde, die ihn attackieren sobald er sich nähert und den Menschen an einer Moschee, die ihn sofort zurückjagen wenn er dort zu Nahe kommt. Es wurde sich wohl auch schon bei der Stadt über ihn beschwert, dass er sich dort Kindern und Menschen nähern würde und er weg muss. Dabei ist er eine Seele von Hund und er sucht nur Anschluss, Zuneigung und Essen..

Es war keine Frage und wir holten ihn am nächsten Tag zu uns. In der Klinik wurde er auf Leishmaniose getestet und gegen die Räude behandelt. Der Test war zwar negativ aber nicht ganz eindeutig, da andere Faktoren für eine Infektion sprechen. Er darf jetzt erst einmal bei uns zur Ruhe kommen und in einer Woche wird der Test wiederholt und weitere Untersuchungen gemacht.

Er ist so ein süßer Kerl und würde sich jetzt sicher über einen Paten freuen, der ihn monatlich unterstützt und ihm seinen Namen gibt. Auch über einmalige Spenden für seine Versorgung und Behandlung freuen wir uns natürlich sehr. 

 

Spendenkonto:

IBAN: DE 85790500000047646757

BIC: BYLADEM1SWU

Sparkasse Mainfranken Würzburg

 

Paypal: tarogermany@yahoo.de


Unterwegs bei den Straßenhunden

Heute war ich bei unseren Kindern draußen und habe mir viel Zeit für sie genommen, denn auch die haben ein wenig Liebe und Zuneigung verdient. Sie bekommen sie so selten.

Sie sind alle so wunderschön und jeder Einzelne von ihnen für uns was ganz besondres. Deshalb versorgen wir sie jeden Tag und begleiten sie ihr Leben lang. Einige Neue sind auch wieder aufgetaucht, die wir noch kastrieren lassen müssen.

Doch leider geht es nicht allen Hunden so gut. Abseits von unseren Futterstellen leben viele Hunde, die nicht täglich Futter gebracht bekommen, sie müssen jeden Tag selbst danach suchen, ernähren sich von Müll und Aas. Unterwegs fand ich einige, die viel zu dünn und krank waren. Leider hatte ich nicht genug Medikamente dabei um sie direkt vor Ort zu versorgen und einfangen hätte ich alleine nicht geschafft. Viel zu scheu sind die armen Tiere. Ich werde morgen nochmal mit Medikamenten und Nassfutter raus fahren und hoffen, dass ich sie nochmal finden werde und behandeln kann


Unsere Station ist abgeschnitten von der Außenwelt

Mittlerweile bin ich seit ein paar Tagen in der Türkei. Jetzt aber erst schaffe ich es euch zu schreiben. Zu lange und zu anstrengend waren die ersten Tage als dass ich abends noch hätte posten können. 

Das Wetter macht uns sehr zu schaffen. So fing mein erster Tag damit an, dass ich entgegen meines Bauchgefühls versucht hatte mit dem Auto zur Station zu fahren. Schließlich hatte ich rund 100 kg Sachspenden und Futter für unsere Hunde dabei. Nach wenigen Metern hatte ich meinen Mietwagen im Schlamm festgefahren. Gerade so schaffte ich es das Auto Millimeter für Millimeter rückwärts rauszumanövrieren, stand einige Male fast quer und nah am Abhang. Es war furchtbar und meine Nerven direkt am ersten Tag strapaziert. 

Es half alles nichts, das Auto  musste stehen bleiben und die Sachen zur Station getragen werden, 2 km durch den Schlamm. 

Auch nach ein paar Tagen sind wir immer noch von der Straße abgeschnitten denn es hört einfach nicht auf zu regnen. Leider ist auch für morgen wieder Starkregen gemeldet mit Sturmböen bis 80 km/h. Nicht nur dass wir jeden Tag die Strecke laufen müssen, wir können weder Hunde, die in der Klinik sind zu uns bringen, noch Material, Futter und Stroh zur Station fahren. Noch reichen die Vorräte und wir hoffen einfach, dass es bald besser wird.

Auch die Hunde leiden bei diesem Wetter, sie können nicht wirklich raus, den alten schlägt es auf die Knochen und ich kann kaum was sinnvolles mit ihnen machen. 

 

Aber Kopf hoch denn nach jedem Regen kommt irgendwann Sonnenschein und so werden die Unterhosen gleich jeden Tag mitgewaschen, ob man will oder nicht 


Aktion Flohhalsbänder 2021

Das Frühjahr steht schon mehr als in den Startlöchern und damit auch das ganze Ungeziefer. Auch dieses Jahr wollen und müssen wir unsere Hunde in der Türkei schützen, denn nichts ist schlimmer als eine Station mit über 200 Hunden, wenn dort die Flöhe einmarschieren.

Wie letztes Jahr haben wir auch dieses Jahr wieder ein super Angebot und bekommen vor Ort Seresto-Halsbänder für 20 € das Stück. Seit wir diese jährlich verwenden, haben wir keinen einzigen Floh mehr auf unserer Startion gesehen und ihr erinnert euch vielleicht noch an die Plagen, die wir die Jahre zuvor immer wieder hatten. Sie wirken im Gegensatz zu Spot On’s 8 Monate und sogar noch darüber hinaus und sind dadurch auch günstiger als mehrmals im Jahr zu behandeln. Wir haben natürlich zugeschlagen und 220 Stück vorbestellt.

 

Doch jetzt muss es schnell gehen, denn schon in zwei Wochen könnten wir sie, gegen sofortiger Bezahlung, abholen und das sogar persönlich, denn eine spontane Reise zu unseren Fellnasen ist geplant!

 

Dazu brauchen wir wieder eure Hilfe! Schaffen wir es auch dieses Jahr?

 

WER MÖCHTE EINEM UNSERER HUNDE ODER SEINEM PATENHUND EIN SERESTO SCHENKEN?

 

Mit einer Spende von 20 € sorgst du dafür, dass einer unserer Hunde den ganzen Sommer über frei von Ungeziefer ist!

 

Verwendungszweck: „Seresto + Name Hund (wenn bekannt)“

 

Spendenkonto:

IBAN: DE 85790500000047646757

BIC: BYLADEM1SWU

Sparkasse Mainfranken Würzburg

 

Paypal: tarogermany@yahoo.de


Kastrationen +++ Kastrationen +++ Kastrationen

Ein wichtiges und immer noch häufig diskutiertes Thema im Tierschutz. Verstümmelung, Eingriff in die Natur, schwere Verhaltensänderungen als Folge, besonders bei zu jung kastrierten Hunden und Auszüge aus dem Tierschutzgesetz, die eine Kastration als nicht notwendigen medizinischen Eingriff verbieten, begegnen uns immer wieder bei unserer Tierschutzarbeit in der Türkei.

Und ja! Auch wir stimmen diesen Argumenten vollkommen zu! Es ist ein nicht immer medizinische notwendiger Eingriff in die Natur, der nicht ganz ohne Folgen für das Tier bleibt. Immer mehr Hunde werden daher auch unkastriert aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt und viele Tierärzte, Hundetrainer und Halter freut das, denn man möchte ja selbst entscheiden ob und wann man kastriert und erst mal schauen ob es auch ohne geht. Vollkommen in Ordnung, wenn vernünftig damit umgegangen wird.

Das wir die Hunde, die auf der Straße leben und auch dort bleiben sollen kastrieren, um die Populationen klein zu halten und zu verhindern, dass andere Maßnahmen eingesetzt werden, leuchtet der Mehrheit ja noch ein aber muss auch jeder Hund, der vermittelt wird unbedingt kastriert werden? Bei uns ja...

Hier gesellt sich nämlich das Problem hinzu, dass wir ja nie genau wissen, ob ein Hund, der gerade neu zu uns kommt oder als Welpe kam und geschlechtsreif wird, je nach Deutschland vermittelt werden wird. Er muss dann bei uns auf der Station in größeren Gruppen leben, wo nicht jeder nur mit gleichgeschlechtlichen Sozialpartnern auskommt, nicht genug Platz für eventuelle Einzelhaltungen ist, es zu Unruhen und Rangeleien kommt, wenn auch nur eine Hündin in der Nähe läufig ist, geschweige denn gleich 100 gleichzeitig... Neben dem Vorbeugen von unkontrollierter Vermehrung ist es daher auch als reine Managementmaßnahme unbedingt nötig, ansonsten könnte unsere Station in der Form nicht bestehen.

Kastrationen sind und bleiben weiterhin eine unserer Hauptaufgaben und daher sind wir froh, dass wir in den ersten beiden Monaten diesen Jahres bereits 20 Hunde kastrieren konnten, Straßenhunde, Junghunde von unserer Station und auch einige Besitzerhunde, die uns um Hilfe baten.

Kontakt

Taro Germany e.V.

Grünenbergstraße 8

73114 Schlat

 Mobil: 0151 47213893

Fax: 07161 – 3542477

Email: info@tarogermany.de